In Arbeit: Tage des Niedergangs

Am Anfang steht meistens eine winziges Detail, eine kaum erkennbare Idee oder eine Inspirationsquelle, die man zunächst gar nicht als solche wahrnimmt. Bei „Tage des Niedergangs“, der Roman an dem ich aktuell arbeite und in naher Zukunft beim Mantikore Verlag erscheinen wird, war es ganz ähnlich. Ein paar Details waren vorher klar abgesteckt: Es kommen Zombies darin vor, es soll einen Touch von Horror und Mystery haben. Möchte man also nicht den 500.000sten Zombie-Horror-Splatter-Roman schreiben, muss man sich schon was einfallen lassen, um ein wenig aus dem „Schema F“ auszubrechen.

Bei „Tage des Niedergangs“ sind es die Charaktere. Natürlich steht und fällt jede gute Geschichte mit der Glaubwürdigkeit der Charaktere. Um was geht es also? Die Entwicklung des Protagonisten? Die Story? Es fängt damit an, dass man sich darüber Gedanken macht, wie man die Geschichte schreiben möchte, welche Erzählperspektive man wählt. An dieser Stelle möchte ich gerne den Namen des Protagonisten verraten: Karol Formann. In „Tage des Niedergangs“ erlebt der Leser die Geschichte durch die Augen von Karol. Es beginnt mit dem Tod eines Menschen, den er gleichermaßen geliebt, wie auch gehasst hat und es endet … wir werden sehen. :-)

Wer ist dieser Karol also, der irgendwo Mitte 30 ist? Er hat etwas gemein mit vielen Lesern: Es gibt einen ungelösten Konflikt mit den Eltern. Man soll sich in Karol hineinversetzen könne, fühlen, was er fühlt. Nicht nur weil es so geschrieben steht, sondern weil so viele Konflikte bei so vielen Menschen gleich sind. Es muss spürbar und nachvollziehbar sein. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere Leser im ersten Kapitel des Romans in Karol wieder oder vielleicht sogar in seinem Vater?

Karol liebt, hasst. Vieles tut er leidenschaftlich, anderes nur halbherzig. Er ist ein Mensch wie Du und ich und dennoch macht ihn die Geschichte zu etwas Besonderem. Nicht weil er es will (oder am Ende ich als der Autor), sondern weil er keine Wahl hat. Er wird mitgerissen von den Ereignissen und muss irgendwie überleben und im besten Fall auch noch die Menschen, die ihm nahe stehen. In einer fast ausweglosen Situation, in der Karol gegen Kreaturen bestehen muss, von denen er bislang nicht glaubte, dass es sie gibt, geht es aber auch um die geistige Gesundheit. Wann wird man von den Ereignissen überwältigt, wann droht man den Verstand zu verlieren? Der Horror, der Schlafentzug, der Stress. Menschen brechen zusammen. Helden tun es nicht! Mal schauen, in welche Richtung es Karol treibt.

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